
Chronischer Arbeitsstress - wie erkennen und überwinden?
Patryk Raba · 2026-01-31
Patryk Raba · 2026-02-01
Klinisch geprüft
Der Inhalt dieses Artikels wurde vom Spezialistenteam des Psychologischen Zentrums Sztuka Harmonii überprüft.
Der Wecker klingelt und der erste Gedanke ist "Ich kann nicht mehr." Man steht auf, weil man muss, nicht weil man will. Auf dem Weg zur Arbeit spürt man eine Schwere, die nichts mit körperlicher Müdigkeit zu tun hat. Bei der Arbeit funktioniert man auf Autopilot - man tut, was getan werden muss, aber ohne Engagement, ohne Zufriedenheit, ohne ein Gefühl von Sinn. Zu Hause angekommen, hat man keine Energie für irgendetwas - für Gespräche, für Hobbys, für Treffen mit Angehörigen. Und so geht es weiter, Tag für Tag, Woche für Woche.
Wenn Ihnen diese Beschreibung bekannt vorkommt, erleben Sie möglicherweise ein Burnout. Dies ist keine vorübergehende Müdigkeit, die nach einem Urlaub verschwindet. Es ist ein ernsthafter Zustand, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gesundheitsbeeinflussender Faktor anerkannt und in die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) als berufliches Phänomen aufgenommen wurde.
Die WHO definiert Burnout als ein Syndrom, das aus chronischem Stress am Arbeitsplatz resultiert, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Es besteht aus drei Hauptdimensionen:
Emotionale Erschöpfung - ein Gefühl des völligen Ausgelaugtseins, Energiemangel, Leere. Dies ist nicht gewöhnliche Müdigkeit, die nach einem Wochenende vergeht. Es ist ein tiefes Gefühl, nichts mehr geben zu können - weder sich selbst noch anderen.
Zynismus und psychologische Distanz - zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber Arbeit, Kollegen, Klienten. Jemand, der einst leidenschaftlich bei der Sache war, empfindet jetzt Irritation, Langeweile oder sogar Feindseligkeit. Ärzte hören auf, Patienten als Menschen zu sehen. Lehrer hören auf, sich um Schüler zu kümmern. Manager behandeln ihr Team als ein "zu verwaltendes Problem", nicht als Menschen.
Verringerte Wirksamkeit - das Gefühl, dass das, was man tut, keine Rolle spielt. Konzentrationsschwierigkeiten, Fehler, sinkende Arbeitsqualität. Das Paradoxe ist, dass eine ausgebrannte Person oft mehr arbeitet - um die verringerte Effizienz durch zusätzlichen Aufwand auszugleichen, was die Erschöpfung vertieft.
Burnout zeigt sich auf vielen Ebenen:
Burnout kann jeden treffen, aber bestimmte Gruppen sind besonders anfällig. Berufe, die auf dem Kontakt mit Menschen basieren - Ärzte, Krankenschwestern, Psychologen, Lehrer, Sozialarbeiter, Polizisten - sind klassische "Risikogruppen". Aber Burnout betrifft auch Unternehmensmanager, Unternehmer, Freiberufler und sogar Eltern in Elternzeit.
Persönlichkeitsmerkmale, die das Risiko erhöhen, sind Perfektionismus, ein starkes Kontrollbedürfnis, Schwierigkeiten beim Neinsagen und Grenzen setzen sowie die Tendenz, den eigenen Wert über berufliche Leistungen zu definieren. Wenn Sie jemand sind, der immer "ja" sagt, nie um Hilfe bittet und glaubt, "110%" geben zu müssen - gehören Sie zur Risikogruppe.
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Termin vereinbarenBurnout wird oft auf "Überarbeitung" reduziert. Aber die Forschung von Christina Maslach - einer Pionierin der Burnout-Forschung - zeigt, dass die Ursachen komplexer sind. Sechs Hauptfaktoren umfassen: Arbeitsüberlastung (aber auch Unterforderung - Monotonie und Langeweile können ebenso zerstörerisch sein), fehlende Kontrolle über die eigenen Aufgaben und den Zeitplan, unzureichende Belohnung (nicht nur finanziell - auch fehlende Wertschätzung und Anerkennung), Zusammenbruch der Gemeinschaft am Arbeitsplatz (Konflikte, Mobbing, Isolation), fehlende Fairness (Bevorzugung, unklare Beförderungsregeln) und Wertekonflikt (Dinge tun müssen, die den eigenen Überzeugungen widersprechen).
Es ist bemerkenswert, dass die meisten dieser Faktoren auf der Seite der Organisation liegen, nicht beim Arbeitnehmer. Burnout ist nicht die "Schuld" der Person, die es erlebt. Es ist ein Signal, dass sich etwas im Arbeitsumfeld ändern muss.
Der erste Schritt ist die ehrliche Anerkennung dessen, was geschieht. Burnout entwickelt sich langsam - wie ein Fieber, das jeden Tag um ein halbes Grad steigt. Man kann es monatelang übersehen, bis sich plötzlich herausstellt, dass man schon lange "kocht".
Der zweite Schritt ist das Suchen von Unterstützung. Das Gespräch mit einer vertrauten Person - einem Partner, einem Freund, aber auch einem Psychologen - kann helfen, die Situation aus der Distanz zu betrachten und zu identifizieren, was sich konkret ändern muss.
Der dritte Schritt ist das Handeln - aber durchdacht, nicht impulsiv. Man muss nicht immer den Job kündigen (obwohl das manchmal die beste Entscheidung ist). Oft helfen kleinere Veränderungen: Grenzen setzen, lernen "nein" zu sagen, Aufgaben delegieren, mit dem Vorgesetzten über die Arbeitsbelastung sprechen, Aktivitäten außerhalb der Arbeit finden, die Energie geben statt sie zu rauben.
Im Centrum Psychologiczne Sztuka Harmonii in Gdańsk arbeitet Marta Turkoniak, M.A. - eine Psychologin, die sich auf die Hilfe für Menschen mit chronischem Stress und Burnout spezialisiert hat - mit Burnout. Frau Turkoniak verwendet einen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz mit Elementen der Achtsamkeit und hilft Klienten, Quellen der Überlastung zu identifizieren, wirksame Bewältigungsstrategien aufzubauen und das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben wiederzuerlangen.
Aleksandra Lesner, M.A. bietet individuelle Psychotherapie für Menschen an, deren Burnout sich zu Depressionen oder Angststörungen entwickelt hat, die eine längere therapeutische Arbeit erfordern. Magdalena Raba, M.A. kann bei der ersten Beratung helfen, bei der wir gemeinsam die Situation einschätzen und die beste Form der Unterstützung auswählen.
Wir bieten auch Online-Beratungen an - die besonders praktisch für Menschen sein können, deren enger Zeitplan es schwierig macht, ins Büro zu kommen.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Arbeit Sie erschöpft hat und Sie nicht wissen, wie es weitergehen soll - rufen Sie 732 059 980 an. Burnout verschwindet nicht von selbst. Aber mit der richtigen Unterstützung können Sie Energie, Sinn und Freude zurückgewinnen - sowohl bei der Arbeit als auch darüber hinaus.
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